
Der R3Dscan ist ein 3D-Infrarot-Scanner der eine völlig neue Methode zur Erfassung von Oberflächendaten einsetzt. Anders als herkömmliche Streifenprojektionssysteme analysiert er nicht die Reflexion, sondern die vom Messobjekt absorbierte Wärmeenergie. Damit lassen sich transparente, dunkle und reflektierende Oberflächen präzise digitalisieren, ganz ohne Einsprühen oder Markenkleben. In der robotergeführten Variante lässt sich der Scanner direkt in die Fertigungslinie integrieren und prüft Form, Lage und Position von Objekten im Produktionstakt.
Konventionelle Streifenprojektionssysteme stoßen bei transparenten, spiegelnden oder schwarzen Oberflächen schnell an ihre Grenzen. Um verwertbare Messergebnisse zu erzielen, muss das Messobjekt aufwendig vorbehandelt werden, etwa durch Einsprühen mit Anti-Glare-Spray oder das Aufkleben von Positioniermarken. Diese zeitaufwendige Vorgehensweise ist jedoch für eine schnelle Qualitätskontrolle im Produktionstakt nicht geeignet.
Der R3Dscan geht einen grundlegend anderen Weg. Das System strahlt mit einem aufgeweiteten Laserstrahl auf die Objektoberfläche und erwärmt diese in einem Streifenmuster um wenige zehntel Grad Kelvin. Anstatt die Reflexion auszuwerten, analysiert der R3Dscan die vom Objekt absorbierte Wärmeenergie und weist sie mithilfe eines Infrarotdetektors nach. Da die Oberflächenbeschaffenheit für dieses patentierte Verfahren keine Rolle spielt, lassen sich transparente, dunkle und reflektierende Oberflächen präzise und ohne jede Vorbehandlung digitalisieren. Darüber hinaus zeigt das System keinerlei Empfindlichkeit gegenüber Umgebungslicht oder Temperaturschwankungen und liefert unter allen Bedingungen zuverlässige Messergebnisse.
Erwärmen
Ein aufgeweiteter Laserstrahl erwärmt die Oberfläche in einem Streifenmuster um wenige zehntel Grad Kelvin.
Absorbieren
Das Messobjekt absorbiert die Wärmeenergie, unabhängig von Transparenz, Farbe oder Spiegelung.
Erfassen
Ein Infrarotdetektor weist die Wärmeverteilung nach und erzeugt daraus präzise 3D-Daten.
Reflexion
Konventionelle Systeme analysieren die Reflexion von projiziertem Licht. Bei transparenten, spiegelnden oder schwarzen Oberflächen liefern sie keine zuverlässigen Ergebnisse. Eine aufwendige Vorbehandlung durch Einsprühen oder Markenkleben ist zwingend erforderlich.
Wärmeenergie
Der R3Dscan analysiert nicht die Reflexion, sondern die vom Objekt absorbierte Wärmeenergie. Transparente, dunkle und reflektierende Oberflächen werden präzise erfasst, ganz ohne Vorbehandlung. Das Verfahren ist unempfindlich gegenüber Umgebungslicht und liefert unter allen Bedingungen zuverlässige Ergebnisse.

Automobilfertigung
Der R3Dscan ermöglicht erstmals die inline-automatisierte Vermessung transparenter Bauteile wie Scheinwerfer direkt im Fertigungstakt. Form, Lage und Position werden vollautomatisch geprüft und das Ergebnis liegt in 60 Sekunden vor.
Leichtbau & Faserverbundwerkstoffe
Für die Inspektion von CFK, GFK und anderen Leichtbaumaterialien bietet der R3Dscan eine effiziente Lösung. Geometrie, Faserbrüche und Oberflächenqualität werden zuverlässig erfasst und nahtlos in den Produktionsprozess integriert.
Qualitätssicherung & Serienproduktion
In der Großserienfertigung ermöglicht der R3Dscan eine 100-Prozent-Kontrolle im Produktionstakt. Ohne Vorbehandlung und ohne Unterbrechung des Fertigungsflusses.
| Auflösung | bis zu 1920 x 1536 Pixel |
|---|---|
| Sichtfeld | 90 x 70 mm bis 250 x 250 mm |
| Bildaufnahmefrequenz | 300 Hz |
| Belichtungszeit | 0,5 s (je Einzelaufnahme) |
| Abtastrate | 0,3 MPOINTS/15 s (1,2 MPOINTS/15 s mit Megapixel-Kamera) |
| Genauigkeit | 1/5.000 der Diagonale des Messbereichs gemäß VDI 2634 |
| Laserart | CO₂ |
| Laserschutzklasse | 1 |
| CAD-Datenvergleich | IGES, STEP oder nach Kundenanforderung |
| Gewicht Gesamtsystem | ca. 30 kg |
| Stromversorgung | 100 bis 240 Volt AC |
| Umgebungsbedingungen | Keine Anfälligkeit für Umgebungslicht |
Der R3Dscan ist in einer robotergeführten Variante erhältlich und lässt sich direkt in bestehende Fertigungslinien integrieren. So werden Bauteile vollautomatisch im Produktionstakt geprüft, ohne den Fertigungsfluss zu unterbrechen. Erstmals ist es damit möglich, transparente, spiegelnde und schwarze Oberflächen inline und ohne jede Vorbehandlung automatisiert zu vermessen.
- Direkte Integration in die Fertigungslinie
- Vollautomatische Prüfung im Produktionstakt
- Kein Unterbrechen des Fertigungsflusses
- Geeignet für transparente, spiegelnde und schwarze Oberflächen
- Messergebnis in 60 Sekunden
- Kompatibel mit gängigen Robotersystemen wie KUKA
Im Einsatz
Im robotergeführten Betrieb prüft der R3Dscan Bauteile vollautomatisch direkt in der Fertigungslinie. Der Ausschnitt zeigt den Scanner am KUKA-Arm während einer laufenden Messung.

Kontaktieren Sie uns
Sie haben transparente, dunkle oder reflektierende Bauteile zu vermessen? Sprechen Sie mit unseren Experten. Wir zeigen Ihnen, wie sich der R3Dscan in Ihre Fertigung integrieren lässt, und finden gemeinsam die passende Lösung für Ihre Messaufgabe, ganz ohne Einsprühen und Markenkleben.
- Kein Einsprühen notwendig
- Kein Markenkleben erforderlich
- Patentiertes Messverfahren von aimess
